verwilderte

Geschichten aus drei erfundenen Leben
 

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Meta





 

Warnung vor der Krabbe

Pim hatte sich mit einem Stück Kreide über die Pappe gebeugt. Mit einer Hand hielt sie die Pappe auf dem Boden fest, als könnte die Pappe sich jederzeit erheben und auf Pim losgehen, mit der anderen Hand führte Pim die Kreide. Ihre Zunge lugte aus dem linken Mundwinkel hervor, während sie voller Konzentration folgende Worte auf das Papier brachte: BETRETEN VERBOTEN. Stirnrunzelnd betrachtete Pim ihr Werk, dann fügte sie noch ein „GEHEIM!“ hinzu und nickte zufrieden. Das Schild stellte sie vor ihrer kleinen Hütte auf und sah Scub tadelnd an, als diese Pim ins Innere folgen wollte. „Kannst du nicht lesen?“ fuhr sie die Krabbe an und knallte ihr die Wellblechtür vor der Nase zu.

Zu gern hätte Scub gewusst, was in ihrem Haus vor sich ging. Gelegentlich hörte man es klirren, manchmal fluchte Pim. Einmal gab es eine kleine Explosion. Eigentlich war alles wie immer, nur dass Scub dieses Mal nicht mit ins Haus durfte. Dann öffnete sich die Tür. Pim sah etwas zerzaust aus, aber mit keinem Wort verriet sie Scub, was sie vor hatte. Pim verschwand und kam einige Zeit später mit einem zappelnden Leinenbeutel zurück. So ging das drei Tage lang. Dann drehte Pim das Schild um.

„WARNUNG VOR DER KRABBE“ war nun zu lesen und selbstzufrieden krabbelte Scub in ihr Haus zurück und rollte sich zu einem Schläfchen ein.

22.4.17 12:02, kommentieren

Schnickschnack

Die Sache mit dem „Hokuspokus“ war komplizierter, als zunächst angenommen, so dass Pim und Mipp eine Pause machten und beschlossen, am nächsten Tag ihr Glück erneut zu versuchen. Die Experimente würden noch ein wenig warten müssen.

„Schicker Hut“, grüßte Pim Mipp, als sie ihn entdeckte. „Das wollte ich sagen!“ „Gut, dann nochmal.“ Pim sah Mipp abwartend an und Mipp erwiderte den Blick tonlos. „Willst du es jetzt sagen oder nicht?“ hakte Pim nach. „Nein, jetzt hast du es verdorben!“ „So hübsch ist er nun auch wieder nicht.“ „An dir schon. Und an Krabby, wenn sie einen hätte.“ „Du kannst ihr ja deinen schenken.“ „Mhm, mal sehen. Ich bin nicht so von der großzügigen Art.“ „Stimmt“, kommentierte Pim. „Liegt in der Familie. Unser Familienmotto ist: ‚Gier sei mit dir.‘“ „Unser Familienmotto ist …“ Pim grübelte, ob sie wirklich so etwas wie ein Familienmotto hatten. „… Überraschung!‘“ „Nur Überraschung? Das kommt über…unerwartet!“

Während die beiden Goblins sich über Familienangelegenheiten austauschten, machte Scub sich unbemerkt auf den Weg, die Gegend zu erkunden. Erst einige Zeit später fiel Pim auf, dass ihre bessere Hälfte fehlte. „Scub ist weg“, sagte sie daher mit nüchternem Tonfall zu Mipp. „Schon wieder?“ Mipp stapfte in eine unbestimmte Richtung davon und Pim eilte ihm nach. „Was tust du?“ „Scub suchen!“ „Spielst du etwa mit ihr verstecken? Erstmal musst du bis 135 zählen, so will es das Krabbengesetz!“ „Ich muss gar nichts! Scub braucht mal 135 Klapse auf den Hinterkopf!“ Als sie Scub endlich gefunden hatten, beschlossen Pim und Mipp, die Magierhüte unverrichteter Dinge an den Nagel zu hängen und sich endlich ihren Experimenten zu widmen. Wie toll konnte die Belohnung eines Magiers schon sein? Vermutlich würde es ohnehin nichts weiter geben, als ein wenig Schnickschnack mit Glitzer.

21.4.17 19:10, kommentieren