verwilderte

Geschichten aus drei erfundenen Leben
 

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Vielleicht bin ich gar nicht Pim ...

Als Mipp plötzlich aufsprang und verkündete, dass er eine Idee hätte, wurde Pim klar, dass es sich bei dem vermeintlichen Korn-Cocktail um Kaja-Cola handeln musste.

„Wir gehen beide in die Stadt. Ich nehme dich und Krabby in einem Käfig mit und dann kippe ich dich mit einem Trank voll, es gibt ganz viel Rauch und dann wechselst du mit Krabby die Plätze. Tadaaa: Verwandlungstrank: „Krabbe“. Pim stellte sich vor, wie ein Hobgoblin in ihrem Kopf saß und an einer Kurbel drehte, die dafür sorgte, dass sie verstehen konnte, was Mipp da von sich gab. Natürlich musste es ein sehr kleiner Hobgoblin sein. Pim blinzelte. „Du nimmst mich in einem Käfig mit?“ Blitzartig schossen Bilder in ihren Kopf, die sie und Moogie hinter Gitterstäben zeigten, doch der Hobgoblin konnte sie erfolgreich abwehren. Pim sah Mipp an, während dieser weiterhin von seinem Plan berichtete. „Ich gehe dann rum und verkaufe meinen Urin…unähnlichen Trank als Krabbenverwandlungstrank für zehn Gold das Stück." An dieser Stelle machte er eine kurze Pause. "Dann können alle Krabben sein. Mhm.“ Mipp kratzte sich am Kinn und Pim verstand mittlerweile die Genialität des Plans:

Es könnten alle eine Krabbe sein.

25.3.17 15:41, kommentieren

Locker aus der Hüfte

Murrk streckte seine Faust aus und den Daumen nach oben. Dann drehte er die Hand, so dass der Daumen nach unten zeigte. Dieses Spiel wiederholte er so lange, bis ihm sein Arm müde wurde. „Du warst auch schon mal entscheidungsfreudiger“, sagte Murrk in die Stille seines Zimmers hinein. Er lag im Dunkeln auf dem Rücken in seinem Bett. Die Füße überkreuzt, einen Arm stützend am Hinterkopf. Emsas Vorschlag tigerte ihm wieder und wieder durch seinen Kopf. Es war alles irgendwie einfacher, als Emsa noch für ihn gearbeitet hatte. Da hatte er ihre Wortverdrehungen charmant gefunden, ja sogar mitunter nützlich. Nun auf der anderen Seite zu stehen, war vermutlich nicht so gut fürs Geschäft. Andererseits: für welches Geschäft?

Genau das war auch Emsas Argument, sofern er sie richtig verstanden hatte. „Murrk“, hatte sie gesagt und sich dabei etwas vorgebeugt, um von ihrem Kokosrum zu schlürfen, „die Frage ist doch die: Was hast du noch zu verlieren?“ Und das war in der Tat eine gute Frage. Murrk versuchte Emsa in die Augen zu sehen ohne sich ablenken zu lassen. „Ich mache dir einen Hut, der dein Leben verändern wird und du …“ Murrk hob entschieden seine Hand und schüttelte den Kopf. Es wurmte ihn das sagen zu müssen, aber sie dachte sich ihren Teil ohnehin schon. „Ein neuer Hut ist im Moment nicht drin, Emsa.“ „Das sieht man, Murrk. Genau das ist dein Problem. Kein Hut – kein Gold. Du musst nach etwas aussehen, wenn du was erreichen willst. Du musst aussehen, wie einer, der es drauf hat, wenn du es schon nicht drauf hast.“ Murrk presste seine Lippen zusammen und Emsa machte eine wichtige Pause. „Und ich werde dir dabei helfen. Ich mache dir einen besonderen Preis.“ Emsa schlug ihre Augenlider nieder, nahm einen Schluck Rum zu sich und sah Murrk anschließend in die Augen. In ihrem Inneren zählte sie langsam bis drei, dann formte sie ihre Lippen zu einem Lächeln. „Ein Freundschaftspreis, Murrk. Das waren wir doch immer. Freunde.“ Dann stand Emsa auf und schritt langsam, dafür mit Hüftschwung, die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf.

20.3.17 21:01, kommentieren