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Geschichten aus drei erfundenen Leben
 

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Schlaue Ratschläge zum halben Preis!

Gedankenverloren saß Pim am nächsten Morgen an einem der Tische im Gasthaus. Das rot-weiß-karierte Tischtuch hatte schon bessere Zeiten erlebt, aber das störte Pim nicht. Ihr erging es schließlich nicht anders. Auf dem Tisch standen einige, noch gefüllte, Getränkedosen sowie in kleine Pappkartons gefülltes Essen zum Mitnehmen. Eine Geruchsmischung aus Frittierfett, Alkohol und dem Regen des Vorabends hing im Gastraum und waberte um Pims Kopf. Sie schob ihre Box mit Essen in die Mitte des Tisches und zog die kleine Dose, die sie von Mipp bekommen hatte, aus ihrer Hosentasche. Sie drehte den Deckel ab und roch an der Creme. Gerade, als sie einen Finger hineintunken wollte, hörte sie sich nähernde Schritte. Pim verschloss die Dose und ließ sie wieder in ihrer Hosentasche verschwinden, als Mipp sich zu ihr gesellte. „Naa, was haben wir hier Feines?“ Pim sah Mipp aus müden Augen an. Mipp wackelte mit seinen Fingern und war offenbar bereit, sich einem ausgiebigen Frühstück hinzugeben, sofern etwas von dem Essen seine Erwartungen erfüllen konnte. Dann fiel sein Blick auf Pim. „Nicht gut geschlafen?“ „Nein. Ich habe mein Gewehr draußen liegen gelassen! Mitten in der Nacht ist mir das eingefallen, also musste ich nochmal runter zum Hafen. Ich habe es die halbe Nacht auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt und gereinigt und alles.“ Während Pim ihr Leid klagte, hatte Mipp damit begonnen, die Speisen und Getränke auf dem Tisch einer genauen Musterung zu unterziehen. „Warum machst du sowas?“ Wieder fiel sein Blick dabei auf Pim, dieses Mal mit einem etwas verwirrten Ausdruck in den Augen.  „Weil es doch nass war!“ „Na und? Hättest du es einfach auf die Heizung gelegt. So lange es nicht explodiert oder nach hinten schießt, ist doch alles in Ordnung.“ „Ach Mipp, schreib‘ doch ein Buch mit schlauen Ratschlägen!“ Mipp hatte inzwischen etwas Essbares ausgemacht. „Das brauche ich nicht. Ich bin doch bei dir, um sie dir jederzeit zur Verfügung zu stellen.“ Damit grinste Mipp Pim an und schob sich etwas zu Essen in den Mund.

16.4.17 15:59

Letzte Einträge: Die Truhe der unbegrenzten Möglichkeiten, Der Matschschnapper-Test, Die schlimmste Sorte, Schnickschnack, Warnung vor der Krabbe

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