verwilderte

Geschichten aus drei erfundenen Leben
 

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Warnung vor der Krabbe

Pim hatte sich mit einem Stück Kreide über die Pappe gebeugt. Mit einer Hand hielt sie die Pappe auf dem Boden fest, als könnte die Pappe sich jederzeit erheben und auf Pim losgehen, mit der anderen Hand führte Pim die Kreide. Ihre Zunge lugte aus dem linken Mundwinkel hervor, während sie voller Konzentration folgende Worte auf das Papier brachte: BETRETEN VERBOTEN. Stirnrunzelnd betrachtete Pim ihr Werk, dann fügte sie noch ein „GEHEIM!“ hinzu und nickte zufrieden. Das Schild stellte sie vor ihrer kleinen Hütte auf und sah Scub tadelnd an, als diese Pim ins Innere folgen wollte. „Kannst du nicht lesen?“ fuhr sie die Krabbe an und knallte ihr die Wellblechtür vor der Nase zu.

Zu gern hätte Scub gewusst, was in ihrem Haus vor sich ging. Gelegentlich hörte man es klirren, manchmal fluchte Pim. Einmal gab es eine kleine Explosion. Eigentlich war alles wie immer, nur dass Scub dieses Mal nicht mit ins Haus durfte. Dann öffnete sich die Tür. Pim sah etwas zerzaust aus, aber mit keinem Wort verriet sie Scub, was sie vor hatte. Pim verschwand und kam einige Zeit später mit einem zappelnden Leinenbeutel zurück. So ging das drei Tage lang. Dann drehte Pim das Schild um.

„WARNUNG VOR DER KRABBE“ war nun zu lesen und selbstzufrieden krabbelte Scub in ihr Haus zurück und rollte sich zu einem Schläfchen ein.

22.4.17 12:02

Letzte Einträge: Schlaue Ratschläge zum halben Preis!, Die Truhe der unbegrenzten Möglichkeiten, Der Matschschnapper-Test, Die schlimmste Sorte, Schnickschnack

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